Blindes Vertrauen und eine innige Bindung

Bindung und Vertrauen

Eine vertrauensvolle Bindung zwischen Hund und Halter, der Schlüssel zum sorgenfreien Miteinander?!?

Hunde, welche sich nicht mehr auf ihre Augen verlassen können, müssen sich bedingungslos auf ihre Halter verlassen können.
Sie müssen sich beispielsweise darauf verlassen können, dass ihre Besitzer sie rechtzeitig warnen, wenn eine Kollision droht, sie müssen sich darauf verlassen können, dass Situationen, die sie selbst aufgrund des fehlenden Augenlichts nicht einschätzen können, von ihren Besitzern eingeschätzt werden… Kurz und knapp – Hunde müssen lernen, sich blind auf ihre Halter verlassen zu können!

Dieses benötigte Vertrauen setzt jedoch eine intakte Beziehung voraus, welche nicht von heute auf morgen und durch alleinige liebe gegeben ist!

“Von nichts kommt nichts!”

Wenn Hunde nach der Erblindung Veränderungen zeigen, wie beispielsweise Unsicherheit oder Aggressivität, sind Halter oft verunsichert und suchen in ihrer Hilflosigkeit nach Rat.
Neben dem, von uns wahrscheinlich am häufigsten gelesenen Rat, dem Hund erst einmal Zeit zu lassen, bekommt man auch allerlei “kleinere” Tipps, wie man dem Hund den Alltag, bzw. gewisse Situationen erleichtern kann… wie zum Beispiel mit dem Fuß auf eine Stufe zu klopfen, damit der Hund die Stufe besser findet und die Höhe besser einschätzen kann.
Aber vielleicht ist es ab einem gewissen Punkt, den wir für niemanden festlegen möchten, auch einfach mal an der Zeit, sich selbst zu fragen: Ist die Bindung zwischen meinem Hund und mir vielleicht doch nicht so innig, wie ich bisher angenommen habe? Könnte ich meinem Hund durch eine engere Beziehung vielleicht die Sicherheit geben, die er benötigt, um besser mit dieser neuen Situation umgehen zu können?

Bindung


Bindung wird unter anderem durch eine sinnvolle und artgerechte Beschäftigung, des – blinden – Hundes, aufgebaut bzw. gefördert.
Gemeinsame Aktivitäten wirken sich aber nicht nur positiv auf die gemeinsame Bindung aus, sondern sie haben auch noch weitere Vorteile! Beispielsweise die Steigerung des Selbstbewusstseins des Hundes.
💡 Tipp: Schau dir an dieser Stelle doch beispielsweise unseren „[DIY] Schnüffelteppich“ Eintrag an.

Bedenkt man, dass jede Form von gemeinsamer “Arbeit” mit dem Hund die Bindung festigt und dass, je nach Form der Beschäftigung, auch noch beispielsweise das Selbstbewusstsein oder das Gleichgewicht (ein weiteres interessantes Thema, welches bald folgt) gefördert wird, gibt es keinen Zweifel daran, dass gemeinsame Aktivitäten auf vielerlei Ebenen förderlich sind und in keiner Hund-Mensch Beziehung fehlen sollten.

Aus diesem Grund werden wir uns, auch in kommenden Beiträgen, immer wieder mit der artgerechten Beschäftigung und der Beziehung zwischen Mensch und Hund befassen.

Wir würden uns über einen Kommentar von dir freuen, ob dich weitere Beiträge rund um die Themen “Artgerechte Beschäftigung” und “Die Beziehung zwischen Mensch und Hund” interessieren würden!

21 Kommentare zu „Blindes Vertrauen und eine innige Bindung

  1. Das ist sehr interessant und ich freue mich immer wenn ich Neuigkeiten von Mausi lese sei es hier und auf Facebook! Echt super was ihr macht tolle Aufklärung ! Macht weiter so.

  2. Danke, liebe Mausi, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt und auch gute Ratschläge für Die Hund-Mensch-Beziehung geben kannst. Ich würde auf jeden Fall gern mehr darüber von dir hören! Bis bald! Evi

  3. Hallo, ja es ist sehr interessant eure Erfahrungen zu lesen und mehr über den Umgang zu erfahren. Es kann jeden treffen, eines Tages einen behinderten Weggefährten zu haben.

    1. Hallo 🙂 So ist es! Leider vergessen, bzw. verdrängen das viel zu oft viel zu viele Hundebesitzer, weshalb es diesbezüglich sogar bald einen ganzen Beitrag gibt 🙂

  4. Ich finde es fantastisch, dass ihr neben wunderbaren Fotos von Mausi und ihren”Geschwistern” hier eine tolle Aufklärungsarbeit leistet! Topp!! Und bitte weiter so, weil eure Anregungen auch für uns immer wieder ein Denkanstoss sind! Lieber Gruss von uns aus Holland

    1. Hallo Hexe und Tina 🙂
      Vielen Dank für die lobenden Worte <3 Solche Kommentare ermutigen uns, immer weiter zu machen! Viele Grüße zurück nach Holland <3

  5. Tolle Aufklärungsarbeit die ihr da leistet und das Mausi euch dabei helfen kann andere aufzuklären.Ich lese alle Geschichten und Beiträge sehr gerne von Mausi.

    1. Hallo Irene 🙂 Das machen wir auf alle Fälle! Und so liebevolle Kommentare, wie deine, ermutigen uns, immer weiter zu machen 🙂 ❤

  6. Einfach toll eure Beiträge und Ratschläge . Freue mich jedes mal von Mausi zu lesen . Ich hab sie so ins Herz geschlossen . Auch über Beziehungsarbeit zwischen Mensch und Hund würde ich sehr gerne mehr lesen . Und übrigens eure Fotos sind auch super . Macht weiter so .
    Petra und Jack

  7. Hallo ihr Lieben,

    ich habe den Eintrag gerade gelesen, schön das Ihr Euch die Arbeit macht. Das Thema ist wohl für alle interessant die eine Fellnase haben. Ich schreibe “meine Erfahrung” etwas ausführlicher da es vielleicht für andere auch wichtig sein könnte. Ich habe mich vor 4 Jahren entschieden eine Gnuffelnase aus dem Tierschutz zu nehmen (Der letzte Beitrag von Euch dazu war auch sehr treffend). Er war schwer verletzt, wurde vor der Vermittlung operiert, dadurch aber nicht leicht vermittelbar 🙂 Egal, wir haben uns ja nicht gesucht aber gefunden. Nach 6 Wochen musste ich ihn noch einmal operieren lassen. Dann waren wir erstmal damit beschäftigt das er wieder laufen kann.Ich glaube nach wie vor dass ich da mehr gelitten habe als er :). Unsere Bindung war dadurch ziemlich schnell sehr innig, klar er hat gemerkt, ich habe ihm geholfen. Aber, damit war es noch lange nicht getan. Er war/ist ein richtiger Angsthund, jetzt kommt Euer nächstes, wichtiges Thema, die Angst kann man so einer Fellnase nie zu 100% nehmen, keiner weiss was er erlebt hat, dann habe ICH aber erstmal den Fehler gemacht und wollte ihn vor all seinen Ängsten beschützen. Ich sags Euch das war eine Arbeit 🙂 (bei ihm reichte schon eine fliegende Plastiktüte). Eines Tages dachte ich mir, falsch, so wird das nichts, er braucht Selbstbewusstsein. Heute flitzt er ohne Leine an den Teilen, vor denen er sooo grosse Angst hatte vorbei, wenn es ihm mal zu eng wird kann er sich immer noch hinter meinen Beinen verstecken, aber jetzt ist es seine Entscheidung und nicht mehr meine. Auch diese Arbeit und der Erfolg, die Entwicklung zu sehen macht Spass und wir sind noch lange nicht am Ende. Freue mich auf den nächsten Beitrag

    Lieben Dank und lieben Gruss aus Hamburg

    R&R

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