Türchen Nr. 6

Türchen Nummer 6 öffnet sich!
Hinter dem heutigen Türchen versteckt sich meine blinde Freundin, die Taube Amanda ❤

“Hi Ihr, ich bin eine blinde Stadttaube und kam mit ca 5 Wochen zu Sonja, da war ich schon fast blind. Ich empfinde mich nicht als gehandicapt. Ich habe meinen Schnabel als Blindenstock, höre mit den Ohren, fühle mit den Zehen und rieche sehr gut durch meine Nase. Ich spüre die Welt und komm sehr gut zurecht und kann mich super orientieren. Inzwischen bin ich 16 Monate und kann im geschützten Rahmen 20 Jahre alt werden. Draussen sterben schon 90% der Jungtiere, meist verhungern sie qualvoll. In meiner Besitzerin Sonja sehe ich meine Frau, andere Tauben, naja, geht so… Ich war gleich sehr zahm und ohne Angst, woher dass kommt? Wir sind keine Wildvögel, sondern verwilderte Haustiere und unsere Probleme, wie das ganzjährige Brüten wurde uns extra mal vom Menschen angezüchtet. Ich genieße mein Leben, gehe gerne im Sommer mit in Garten, liebe es, in der Sonne zu baden, lebe sonst frei in der Wohnung, ärgere zu gerne die zwei mit hier lebenden Hunde, Liebe das Sofa, zum Schlafen das Bett und meine Kletternmöglichkeiten. Und der Kot in der Wohnung? Der ist kein Problem, wenn wir argerechtes Futter wie Körner bekommen und uns nicht von Pommes oder anderen Resten ernähren müssen, machen wir keinen flüssigen Hungerkot, sondern feste Kügelchen, die einfach kullern und ganz einfach einzusammeln sind. Mehr Krankheiten als anderen Tiere übertrage ich übrigens nicht, ein Haltegriff im Bus ist ansteckender. Wir Tauben, sind sehr reinliche Tiere, ich liebe es zu baden, am schönsten ist es, wenn Sonja noch nass spritzt, dafür hebe ich auch die Flügel an. Ich bin ja sehr unternehmungslustig und passe genau auf, was hier passiert. Wenn ich mal Flügeltraining machen will, richtige Strecken fliege ich nicht, flattere ich an ihrer Hand entlang oder auf meinem Podest, manchmal flattere ich auch von dort runter… Upps, inklusive Landung auf dem Hund. Aber ich kann auch ganz gezielt, auf die Sofalehne, angewinkelten Knie, Schulter oder Kopf flattern. Wie ich das mache, mit Punkt genauer Landung? Das bleibt mein Geheimnis. Am liebsten Kuschel ich aber und belagere Sonja. Ab und zu muss ich sie teilen mit den Hunden, dass ist doof, zur Not jage ich die aber weg. Ich weiss, was ich will. Und habe nicht nur die Fellteile voll im Griff?? Sonja sagt, ich sei verkuschelter als jeder Hund oder Katze, ich sei einfach ein toller Täuber und sie bereut keine Sekunde, dass ich zur Familie gehöre.

Jedes Leben ist Schützens- Liebends und Lebenswert, ein fehlendes Bein, oder fehlender Flügel, Taub oder Blind kein Grund einzuschläfern.
Und Mausi, mach weiter so??
Euer Amandarus

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Amanda, die blinde Taube

(Der Text wurde original übernommen, es wurden keine Korrekturen oder Änderungen vorgenommen.)

Wir bedanken uns herzlichst bei Joy Ried für die tolle Geschichte von Amandarus! Wir haben uns wirklich super gefreut, dass ihr teilgenommen habt

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