Und täglich grüßt das Murmeltier

Man kommt online und scrollt langsam durch die Neuigkeiten. Ein Futtermittelhersteller möchte mit einem Beitrag mit angehängtem Artikel sein Futter bewerben. Es geht um die Vorbeugung von Augenkrankheiten durch richtiges Futter. So weit, so gut. Der Artikel sagte uns leider nicht ganz zu, was wir dem Futtermittelhersteller mit einem Kommentar unter den Beitrag mitteilen wollten. Nur leider war der Beitrag schon wieder gelöscht. Auf Nachfrage, wieso sie diesen entfernt haben, bekamen wir bis heute, trotz gelesener Frage, leider keine Antwort.

Zitat eines Tierarztes aus dem Artikel: “Wer Augenkrankheiten vorbeugen will, sollte seine Tiere ausgewogen und vitaminreich füttern, auf Zuckerzusätze verzichten. Zwar gibt es auch für Haustiere schon Augen-OPs. Schneider rät aber dazu, lieber die Lebensumstände anzupassen: “Den Hund an die Leine nehmen, Ecken und Kanten im Haushalt abpolstern. Die Tiere kommen damit gut zurecht. Sie werden sehen!””

Das Augen-Ops in vielen Fällen die einzige und auch sinnvollste Möglichkeit sind, einem Tier ein schmerzfreies Leben zu bescheren, wurde hier scheinbar einfach mal außer Acht gelassen. Und der letzte Satz des Zitats ist mal wieder ein Paradebeispiel dafür, was wir so oft ansprechen – Der Einfluss von außen, der oft gerade Personen verunsichert, die erst beginnen, sich mit dem Thema zu befassen. Hier dumme Bemerkungen von “Freunden”, dort immer und immer wieder derselbe Hinweis, was es im Umgang mit einem blinden Hund UNBEDINGT zu beachten gibt. Manchmal ist es zum Haare raufen! 🙁

Der blinde Hund MUSS an die Leine! Auch wenn der Hund bis dato 8 Jahre ohne Leine gelaufen ist, er es liebt, Ball zu spielen, mit seinem “besten Kumpel” über die Wiese zu flitzen. der Hund muss an die Leine! Diese “Lebensumstände” muss der Hund ab sofort akzeptierten, denn Frauchen und Herrchen haben das schließlich nun schon unzählige Male gelesen.

Wir möchten an dieser Stelle erneut wiederholen, dass es selbstverständlich Maulwürfe gibt, die nicht ohne Leine laufen können, oder wo es einfach nicht zu verantworten wäre. Sei es, weil der Hund vor der Erblindung auch nie ohne Leine gelaufen ist, oder aus anderen triftigen Gründen. Aber! Und das ist das, auf was wir immer wieder hinaus möchten – wir möchten, dass die Menschen aufhören das Denken anderen zu überlassen! Jeder sollte in der Lage sein, seinen Hund und dessen Verhalten einschätzen zu können. Es spricht nichts dagegen, sich Hilfe und Tipps von anderen zu holen. Aber keine Notwendigkeit mehr zu empfinden, etwas selbstständig zu “testen” und zu beurteilen, aufgrund von “häufigem lesen”, empfinden wir als grundlegend falsch!

2 Kommentare zu „Und täglich grüßt das Murmeltier

    1. Ja, ein schönes Beispiel dafür, dass sich Hunde Räume “abspeichern” können, auch wenn sie nicht jeden Tag in diesen sind 🙂 <3

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