[DIY] Natürlicher Zeckenschutz

DIY Zeckenschutz

Zeckenschutz – Jedes Jahr sind Zecken ein großes Thema bei Hundehaltern!
In diesem Do It Yourself Beitrag möchten wir dir eine natürlich Alternative zu chemischen Zeckenschutzmitteln zeigen.

Da wir zu jeder Jahreszeit gerne und viel Wandern, Campen und Biwakieren, werden wir immer wieder gefragt: “Was macht ihr eigentlich gegen Zecken?
Da für uns unter keinen Umständen ein chemisches Zeckenschutzmittel in Frage kommt, haben wir uns letzten Sommer auf die Suche nach einer natürlichen Alternative gemacht. In diesen Do It Yourself zeigen wir dir, wie einfach es ist, solch ein natürliches und effektives Zeckenschutzmittel herzustellen und auf was du dabei achten solltest.

Was wird für dem Zeckenschutz benötigt?

Wir benötigen für die Herstellung des natürlichem Zeckenschutzmittels lediglich Kokosöl und Lavendelöl.

Lavendelöl Kokosöl

Kokosöl – Auf was muss geachtet werden?

Nicht jedes Kokosöl eignet sich für den Zeckenschutz! Ein geeignetes Kokosöl, welches auch effektiv vor Zecken schützen kann, sollte mindestens eine Laurinsäurewert von 50% aufweisen.
Und da leider nicht jedes, bzw. fast gar kein Kokosöl einen Laurinsäurewert von 50% aufweist, ist es wichtig, das “richtigeKokosöl zu verwenden.
Das Bio Kokosöl von “Dr. Goerg” weist nicht nur einen 50%igen, sondern fast einen 60%igen  Laurinsäurewert auf! Daher eignet sich das Bio Kokosöl von “Dr.Goerg” ideal für einen natürlichen und effektiven Zeckenschutz.

Laurinsäure

In konkreten Labor-Tests wurde festgestellt, dass zwischen 80 und 100 Prozent der Versuchszecken sich bereits von einer 10%igen Dodecansäure-Lösung (Laurinsäure) abschrecken ließen. Sie mieden eine mit der Fettsäure behandelte Fläche. Nach dem Auftragen auf die Haut waren es auch fast 90% der Zecken, die sich abgestoßen fühlten und sich schnell von der behandelten Hautfläche abfallen ließen und auf eine Blutmahlzeit verzichteten.
Quelle: www.kokosoel.com

Die Wirkung der Fettsäure hielt bei diesen Tests etwa sechs Stunden an und ist somit teils deutlich länger vorhanden als bei vielen anderen, chemischen Zecken-Repellentien. Hinzu kommt, dass man Kokosöl durchaus auf der Haut belassen kann. Bei chemischen oder synthetischen Mitteln ist meist die Empfehlung vermerkt, das Mittel von der Haut abzuwaschen, wenn es nicht mehr benötigt wird und Augenkontakt sollte dringend vermieden werden.
Quelle: www.kokosoel.com

Auch wenn bei den obigen Texten, die Rede von einer 10%igen Laurinsäure ist, sollte wie oben erwähnt, mindestes auf einen 50%igen Laurinsäurewert für einen effektiven Zeckenschutz im Kokosöl geachtet werden.
Weitere Klinische Studien und Untersuchungen haben ebenfalls ergeben, dass selbst bei einer großen Anzahl von Zecken, nahezu alle Hautpartien die mit Laurinsäure behandelt wurden, von den Zecken gemieden wurden. Biss sich eine Zecke doch einmal fest, so fiel sie nach kürzester Zeit schon wieder ab!

Die Herstellung

Die Herstellung ist unheimlich simpel und mit wenig Aufwand verbunden.
Wir nutzen dafür 300ml warmes Wasser, 2-3 Esslöffel Kokosöl und 6 Tropfen Lavendelöl. Das Ganze geben wir in eine Sprühflasche, sodass man den Hund vor jedem Spaziergang relativ schnell einsprühen kann.
💡 Tipp: Das Kokosöl verhärtet sich in der Sprühflasche schnell wieder. Stellt man die Sprühflasche jedoch vor dem Gebrauch in warmes Wasser,  verflüssigt sich das Kokosöl wieder. Anschließend die Flasche einmal gut schütteln und schon kann man es wieder ohne Probleme nutzen.

Anwendung

Die Anwendung ist so simpel wie die Herstellung.
Vor jedem, zumindest jedem großen Spaziergang, wird der Hund mit dem natürlichen Zeckenschutz eingesprüht. Hierbei ist es wichtig, dass der natürliche Zeckenschutz auch in Kontakt mit der Haut des Hundes kommt und nicht nur mit dem Fell!
Der natürliche Zeckernschutz muss zwar häufiger aufgetragen werden, als chemische Zeckenmittel, ist dafür jedoch völlig natürlich und hat, anders als die chemischen Zeckenmittel, keine Nebenwirkungen.

Natürlich gegen Zecken vorbeugen

Das natürliche Zeckenschutzmittel wirkt nicht bei allen Hunden gleich, das tut aber auch kein chemisches Zeckenschutzmittel.
Denn andere Faktoren, wie beispielweise der Eigengeruch spielen dabei auch eine Rolle.

Wir persönlich haben damit ausschließlich gute Erfahrungen gesammelt und haben, trotz ausgiebiger Wanderungen und Übernachtungen in Wald und Wiesen, wenig bis keine Zecken.

❗ Wichtig: Für Hunde, welche unter Epilepsie “leiden”, eignet sich dieser Zeckeschutz aufgrund des Lavendelöls nicht!
Ätherische Öle, wie beispielsweise Lavendelöl, können unter Umständen als Trigger fungieren.
❗ Wichtig: Eine äußerliche Anwendung des Kokosöls reicht völlig aus, eine innerliche ist nicht notwendig und kann schlimmstenfalls auch noch Nebenwirkungen, wie beispielsweise eine Pankreatitis, mit sich führen.

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44 thoughts on “[DIY] Natürlicher Zeckenschutz

  1. Klasse. Werde ich mal testen. Doch hat mein Hund seit gut 2Jahren nicht eine Zecke gehabt. Ich schaue immer nach dem Spaziergang, da er weiss es kurzes Fell hat sieht man die Tierchen auch schnell. Er hatte aber nicht mehr als 5 die noch nach einem Platz zum saugen suchten. Aber dennoch vielen Dank.

    1. Das freut uns, dass ihr so wenig Probleme mit Zecken habt 🙂 Wir bleiben glücklicherweise auch meist vor den Tierchen verschont 😀 ❤
      Wünschen euch noch einen schönen Abend ❤

  2. Super Tipp!
    Ich hab immer nur mit kokosöl eingeschmiert, war aber immer ne sauerei weil vor allem der Schlumpf nicht wirklich stillhalten will
    Werde das mal ausprobieren!
    Vielen Dank für den Tipp!!

    1. Hihi das können wir uns gut vorstellen, wie Schlumpfi dann gezappelt hat ♥️ Vor allem schmeckt das Zeug ja auch so gut und muss sooofort abgeschleckt werden ♥️

  3. Vielen Dank für den Tipp mit dem Lavendelöl.
    Seit unser “Doofohr” Okira krank ist nehmen wir Kokosöl, dass sind mittlerweile 2,5 Jahre. Und es wirkt .
    Wir tragen es aufs Fell auf und gefüttert wird es auch.
    Vielen Dank Mausi und Co

  4. Mit kokosöl hatten wir auch immer gute Erfahrungen, aber Rocky darf es nicht mehr und Futter bekommen. Das ist eine gute Alternative und werden wir bestimmt ausprobieren

    1. Sehr gerne liebe Sabine ♥️ Richtig, man kann es genau so gut auch beim Menschen verwenden. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass die Zecken teilweise bis zum Hals hoch klettern und dort erst einen Weg unter die Kleidung suchen. Also am besten sämtliche Körperpartien einreiben ☺️♥️

  5. Vielen Dank für den super Tipp . Habe bis jetzt nur Kokosöl ins Fell geschmiert . Aber euer Tipp ist bestimmt super -werde das auf jeden Fall ausprobieren .
    Danke Mausi

  6. Der Tipp ist gut brauche auch nur Kokosöl. Aber das mit dem Lavendelöl oder sonstige Öle lass ich, da ich noch Katzen habe und für die kann das Lebensbedrohenden sein.

  7. Danke für den tollen Tipp Mausi, nur ob das bei uns klappen wird kann sich Frauchen nicht vorstellen. Ich halte nicht still und meine Schwester gar nicht werden es aber versuchen, danke euch

  8. Wir haben bisher mit Cistrose sehr gute Erfahrungen gemacht. Der natürliche Zeckenschutz könnte eine sinnvolle Ergänzung sein …

  9. Ganz klasse geschrieben…informativ aber dennoch übersichtlich. Werde ich mir auf jeden Fall mal auf ein Spickzettelchen schreiben und bei Bedarf oder Nachfragen gerne weitergeben. Ist halt auch eine super Alternative zu diesen chemischen Keulen. Die mit “Fr…” anfangen…du weißt schon liebe Mausi, gell!? Vielen Dank nochmal!

    1. Vielen lieben dank, wir können es nur wärmstens empfehlen ♥️ Ich weiß genau was du meinst und bin auch froh über die Alternative ☺️

  10. Hallo Mausi,
    Wie verhält es sich bei Pudelhaar. Das Pudelhaar verfilzt sehr schnell. Lässt sich der natürliche Zeckenschutz auch wieder aus bürsten?
    LG
    Frauchen von Eddy

    1. Hallo Anke und Eddy ❤❤
      Entschuldige die späte Antwort. Da das Kokosöl nicht direkt, sondern verdünnt aufgetragen wird, verklebt das nicht so stark, wie wenn man es alleine einmassiert. Wir haben keine Probleme damit, dass sich die Haare extrem verkleben und bürsten funktioniert noch wunderbar 🙂 ❤

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