Türchen Nr. 9

Türchen Nummer 9 öffnet sich!
Hinter dem heutigen Türchen versteckt sich meine blinde Freundin Lena, die bald “große Schwester” wird 

“Hallo mein Name ist Lena, ich bin eine 7 jahre alte Foxterrier Dame und wohne seitdem ich 16 Wochen alt war bei meinem Frauchen. Ich wurde sozusagen als vorletztes meiner Geschwisterchen erwählt… Als mein Frauchen kam wurde ich gerade gebadet, weil ich mit meinem Brüderchen im Matsch gespielt hatte. Baden mochte ich gar nicht, ich schimpfte und wollte partout nicht stillhalten… Ich war zu aufgeregt weil Mamas Frauchen mir erzählt hat dass ich vielleicht meinen eigenen Menschen bekomme. Als ich Heike zum ersten mal sprechen hörte war es sofort um mich geschehen, noch nie hatte jemand mit soo viel Liebe zu mir gesprochen. Ich sprang in ihre Arme und bedeckte ihr Gesicht mit Küsschen und wir beide wussten dass dies der Beginn unserer großen Liebe sein würde. Ich bin für einen Foxterrier sehr ruhig und geradezu harmlos, ich jage nicht, ich beisse niemanden, ich suche keinen Streit mit anderen Hunden oder Katzen, ich bin einfach glücklich wenn ich auf meinem Lammfell liegen kann liebevoll gestreichelt werde. 2016 hatte ich nach einer Augenentzündung einem Glaukomanfall, meine ehemalige Ärztin hat Heike nicht ernstgenommen als sie den Verdacht wegen meiner Augen geäußert hat und so waren wir bei vier Ärzten bis endlich die richtige Diagnose gestellt wurde im Frühjahr 2017. Frauchen war traurig weil sie sich Vorwürfe gemacht hat aber die Augenexpertin in der Klinik sagte dass mein Frauchen alles getan hat was sie konnte. Wir wussten dass ich bald völlig blind sein würde, Heike hat sich viele Bücher gekauft und nachgelesen wie sie mir helfen kann und wir übten jeden Tag für den Tag X. Im Juni war es dann soweit, mein Augendruck stieg in unerträgliche Höhen und der Arzt meinte es gäbe die Möglichkeit den Druck durch Injektionen in die Augen zu senken, allerdings würde dies bedeuten dass meine restliche Sehkraft endgültig verloren sein würde. Mein Frauchen zögerte keine Minute, sie sagte sie würde alles tun so lange es mir nur die Schmerzen nimmt… Als der Eingriff vorbei war wurde ich in einen ruhigen Raum gebracht und mein Frauchen durfte zu mir, als ich ihre Stimme hörte und ihre Hände spürte hatte ich keine Angst mehr und freute mich so sehr dass ich noch narkotisiert anfing mit dem Schwanz zu wedeln. Manchmal wenn ich aufgeregt bin stosse ich mir irgendwo den Kopf aber sonst finde ich mich sehr gut in meiner Umgebung zurecht, nach ein paar Minuten komme ich auch sehr gut in unbekannter Umgebung klar aber immer so lange mein Frauchen dabei ist. Wenn ich ihre Stimme höre, fühle ich mich sicher und weiss dass ich vor nichts und niemandem Angst haben muss. Letzten Monat haben mein Frauchen und ihr Mann mir ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gemacht und mir erzählt dass sie mir nächsten Sommer zwei kleine Menschenbabys schenken. Ich freue mich so wahnsinnig auf meine kleinen Menschen und werde sie liebhaben und beschützen so lange ich lebe…”
(Der Text wurde original übernommen, es wurden keine Korrekturen oder Änderungen vorgenommen.)

Ich bedanke mich herzlichst bei Heike Dehmelt für die Vorstellung von Lena  Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Freude mit dem Nachwuchs   

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