Unterschiedliche Gassi-Wege

Ein weiterer “Tipp” auf vielen Internetseiten ist, gewohnte Gassi-Wege zu bevorzugen und weniger neue Wege zu benutzen. Da sich der blinde Hund auf diesen Wegen nicht so gut zurechtfinden soll, wie auf ihm bekannten Wegen. Nun, wir haben ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass sich Mausi auf ihr bekannten Wegen selbstverständlich besser zurechtfindet. Sie weiß auf diesen, wo es im Normalfall ein Hindernis gibt. Sei es, wo ein Zaun anfängt, wo eine Säule im Weg steht, usw. Aber heißt das, dass wir neue Wege meiden müssen? Unserer Meinung nach nicht!

Spaziergänge auf neuen Wegen waren uns schon immer wichtig. Immer die selben Wege bringen bei den Zweibeinern, wie auch bei den Vierbeinern schnell Langeweile und keinen großen Spaß mehr. Die Vierbeiner kennen so gut wie jeden Geruch, jeden Winkel den es zu entdecken gibt und bei dem Zweibeiner sieht es nicht anders aus. So hatten wir immer große Freude, neue Wege zu entdecken. Gerne haben wir auch weitere Anfahrten auf uns genommen um immer wieder die Vielfalt der Natur zu erleben. Hat sich das mit der Erblindung und der Erkenntnis, das Mausi sich auf bekannten Wege besser zurecht findet, geändert? Nein. Denn nur weil Mausi sich besser auf bekannten Wegen zurecht findet, heißt das nicht, dass neue Wege etwas schlimmes für sie sind. Sie bedeuten, wie auch für einen sehenden Hund, Abwechslung, Spaß und jede Menge neue Eindrücke, die wir als sehr wichtig empfinden. Natürlich müssen die Zweibeiner auf unbekannten Wegen noch vorausschauender laufen, als man das mit einem Hund eh schon muss, aber das gehört als Halter eines blinden Hundes nun mal dazu. Einen neuen, unbekannten Weg einem blinden Hund nicht zu zutrauen, weil es für den Zweibeiner vielleicht selbst zu “anstrengend” ist, wäre unfair!

Unsere Devise ist auch hier ganz klar, dem Hund Leistung zuzutrauen um ihn zu stärken, statt ihn immer wieder vor Gefahren bewahren zu wollen, die meist nur in unseren Köpfen existieren.

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